vom lesen und gelesen werden IV

Ein Buch, das mich so sehr mitreißt. dass ich es nicht mehr aus der Hand legen kann. Das so fesselt, dass aus "nur noch ein Kapitel lesen", ein ganzer Tag auf der Couch wird, ohne auch nur einmal aus den vielen Seiten aufzublicken. Ein Buch, das mich gefangen nimmt. Das mein Herz laut klopfen lässt, weil ich mitfiebere, mitbange. Ein Buch, das mich nach den letzten Worten alleine zurücklässt, lächelnd und erleichtert, aber mir das leere Gefühl gibt, etwas zu verpassen, wenn ich nicht erfahre wie es mit den Protagonisten weitergeht. Ich blättere um, auf die nächste Seite und suche, obwohl ich weiß, dass es zu Ende ist.

So ein Buch ist "Erebos" von Ursula Poznanski. Ein Thriller. Ein Jugendbuch. Ein Abenteuer.

Ich habe schon vieles von Poznanski gelesen, aber dieses Buch, welches so weit ich mich entsinnen kann gleichzeitig auch ihr erstes war, hat mich wirklich aus den Socken gerissen.

Es geht um Nick. Um seinen Schullaltag, seine erste Liebe und ein Computerspiel: Erebos. Ein Spiel, dass mit der Realität verschmilzt. Ein Spiel, das denkt und lebt, so hat man das Gefühl. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie ich reagieren, was ich als nächstes tun würde. Wie weit würde ich gehen? Was steckt dahinter? Und dann diese Lösung. Poznanski hat hier wirklich ein Meisterwerk geschaffen. Den Jugendliteraturpreis, hat sie dafür nicht umsonst bekommen. Ganz großes Kino. Aber ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Man darf nicht darüber reden, schon gar nicht mit uneingeweihten. Das ist die Regel.

Was das nun schon wieder bedeutet? Lest selbst! Ihr werdet es nicht bereuen!

 

Ich kann euch "Erebos" nur ans Herz legen. Ein tolles Buch. Knapp 500Seiten in weniger als drei Tagen verschlungen. Hätte ich nicht anderweitig zu tun gehabt, wäre es sicher noch schneller gegangen. Ich habe dem Lesen jedenfalls jede Minute  entgegengefiebert.

Wann immer ich so ein gutes Buch lese, kommen in mir Zweifel und Hoffnungen auf. Hoffnungen selber einmal so gut zu schreiben und meine Leser regelrecht zu entführen. Das wäre alles für mich. Das höchste Lob. Zweifel, dass ich das niemals schaffen werde. Von einem so brillianten Schreibstil bin ich noch meilenweit entfernt. Das weiß ich.

Immerhin habe ich dadurch ein Ziel. Und wer Ziele hat, der hat auch die Möglichkeit danach zu streben, und es irgendwann zu erreichen. Ich gebe mir Mühe. Eherensache!

Deswegen mach ich mich nu auch wieder ans Schreiben! Mein WiP wartet schon auf mich.

 

Eure scrittura Xx

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