Bücher sind da, um gelesen zu werden.

Bücher wollen gelesen werden. In den meisten Büchern stecken fantastische Geschichten. Ideen und Gedankenwelten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

 

Eine Autorin hat es mir in letzter Zeit besonders angetan. Ihre Art zu schreiben reißt mich mit in ihre Welten, und macht sie damit zu Vorbild und Inspiration gleichermaßen.

Ich hatte bereits von Ursula Poznanski "Saeculum" einen kurzen Leseeindruck dagelassen. Das Buch hat mich knallhart verzaubert. Und als ich zu meinem Geburtstag in der Buchhandlung herumgestreunert bin, um meinem Verlobten das ein oder andere Buch in die Hand zu drücken, das er mir schenken kann, bin ich wieder über die Autorin gestolpert.

Diesesmal ist es eine Trilogie, die mich in ihren Bann gezogen hat. Die ersten beiden Teile sind bereits veröffentlich und direkt in mein Buchregal gewandert, auf den dritten Band warte ich nun sehnsüchtig. Den Auftakt mit dem Titel "die Verratenen" und auch das spannende Mittelbuch "die Verschworenen", beide jeweils über vierhundert Seiten stark, habe ich innerhalb von nur einer Woche wortwörtlich verschlungen. Genial, ja wundervoll verwortet!

    In der Zukunft wird die Welt von einer Naturkatastrophe zerstört. Die meisten Menschen leben in hochtechnologisierten Kuppeln, geschützt vor der Außenwelt. Nur einige Clans kämpfen in der Natur ums Überleben. Die Außenbewohner werden verachtet, denoch versuchen die Wissenschaftler augenscheinlich alles, um die Menschen wieder zu vereinen und die Erde bewohnbar zu machen. Ria lebt in einer der Kuppelstädte. Als Elitestudentin steht ihr eine aussichtsreiche Zukunft bevor, doch dann verändert sich schlagartig alles: Eine Gruppe Studenten wird einer Verschwörung beschuldigt, und ausgerechnet Ria soll daran beteiligt sein. Obwohl sie nicht weiß, was ihr vorgeworfen wird, bleibt ihr plötzlich nichts anderes übrig als eine Flucht in die Außenwelt, wo ihr Leben auf den Kopf gestellt wird. Auf der Suche nach Antworten muss Ria fesstellen, dass die Wahrheit einfach unfassbar ist.

 

Ich habe beim Lesen mitgefiebert und mitgerätselt, jede Seite habe ich nach Hinweisen verschlungen, aber alles was passiert, passiert vollkommen unerwartet. Ich kann diese Reihe wirklich nur jedem empfehlen. Ursula Poznanski sorgt hier für ganz großes Kopfkino.

Einen ganzen Schub Inspiration liefert die Geschichte gleich mit. Ich habe noch einen Ansatz für eine Dystopie in meinem Collegeblock, und ich denke, ich werde daran bald arbeiten. Vielleicht gelingt mir ja etwas Ebenbürtiges. Vielleicht. Man darf doch davon träumen, oder?

 

Im Moment lese ich wieder einen Klassiker der Literatur. Ein Buch, das ebenfalls eine große Geschichte erzählt, aber auf einem ganz anderen Niveau. Die Seitnanazhal ist erheblich geringer und ich werde denke ich schon morgen durch sein, aber das macht die Erlebnisse des kleinen Bruno nicht minder bedrückend. Ich spreche von Boyne "Der Junge im gestreiften Pyjama". Ich wollte mir das Buch schon lange zu Gemüte führen, jetzt habe ich es mir endlich auch zugelegt. Eine Geschichte, die mit jedem Kapitel am Innersten knabbert.

Danach stehen dann noch das Muss Jonasson "der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", und noch ein Buch von Poznanski "Erebos", auf meinem Programm.

 

Ich hoffe sehr, dass ich in nächster Zeit nicht wieder die Lust am Lesen verliere. In der nächsten Woche geht nämlich das neue Semester los. Bleibt abzuwarten, wie oft ich mich der Entscheidung stellen muss, wo ich die Prioritäten setze: Lesen, Schreiben oder Lernen?

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